
Es freut mich sehr, dass Ihr zu uns gefunden habt.
Wir wollen Euch Traber als Reitpferde näher bringen und über unsere eigene Geschichte berichten. Vor allem unserem Werdegang. Damit andere auch sehen, dass sich Geduld und Zeit auszahlt und einem auch das Beste bringen kann. Kein Pferd sondern eine besondere Partnerschaft ohne viel Worte.
Also schaut Euch um und wenn ihr was wissen wollt, fragt uns einfach.
Nina und Uno
Im Februar 2008 kaufte ich mein jetziges Pferd Cabano, einen damals eineinhalb jährigen Traberhengst. Aus unbekannten Gründen war er beim Schlachter gelandet. Hatte weder einen Equidenpass, noch Vertrauen in den Menschen. Sein Zustand war gesundheitlich sehr angeschlagen und seine traumatischen Begegnungen mit Menschen sollten unseren Werdgang noch eine lange Zeit begleiten.
Alle Indizien sprachen jedoch dafür, dass er nie auf der Bahn war. Nun hatte ich diesen kleinen Traber und setzte mich unweigerlich mit der Rasse auseinander. Wofür eignete er sich? Trabrennen? Für mich als reinen Dressurreiter ein absolutes No-go.
Naja jetzt hatte ich den Kleinen und das wichtigste war erstmal das er wieder gesund wurde. Nach drei Monaten Isolationshaft, entschloss ich mich, ihn auf eine Hengstkoppel zugeben. Mit seinen 2 Jahren sollte er einfach noch mal Baby sein dürfen. Ein halbes Jahr später holte ich ihn ab und ließ in noch vor Ort kastrieren.
Zuhause auf der heimatlichen Koppel begann die Odyssee. Er entzog sich jedem menschlichen Kontakt, einfangen ging nur, wenn man ihn in eine Ecke trieb. Es war zum verzweifeln. Nach langen Überlegungen, zogen wir im Januar 2009 in einen Reitstall um. Ich dachte mir, das ich besser mit ihm arbeiten kann, wenn er nicht so viel Platz zum weglaufen hat. Zwei Monate lang ließ er sich weder das Halfter aufziehen, noch konnte man ihn richtig anfassen. Meine damaligen Reitlehrer legten mir schließlich nahe, das Pferd einzuschläfern, da er allmählich eine Gefahr für sich und Menschen darstellte. Er bekam Panikanfälle, sprang gegen Wände oder rannte den Menschen einfach um, der ihn berühren wollte.
Doch warum sollte ich ein junges, kerngesundes Pferd einschläfern lassen, nur weil keiner einen Draht zu ihm findete. Ich gab nicht auf. Setzte mich Stunden in seinen Paddock und ließ ihm alle Zeit der Welt, sich an mich zu gewöhnen. Langsam konnte ich ihn berühren, streichen, aus der Hand füttern und zwei Monate später das erste Mal aufhalftern. Danach war alles anders. Er vertraute mir und ließ es zu, dass ich ein Teil seines Lebens wurde. Nur drei Monate nach diesem Erlebnis, habe ich ihn das erste Mal gesattelt, ohne Probleme.

Er ist ein sensibles und skeptisches Pferd, was sehr auf mich fixiert ist. Durch ihn habe ich gelernt, was es wirklich bedeutet mit Pferden zuarbeiten. Seine Zuneigung, Vertrauen und seine Bereitschaft zulernen sind der größte Dank den ich mir vorstellen kann. Dieses Pferd ist dem Tod zweimal von der Schippe gesprungen, hat sämtliche Reitlehrer und Tierärzte zum verzweifeln (und aufgeben) gebracht. Lehren wie Monty Roberts ,,Join up’’ und Bodenarbeit nach Pat Parelli entkräftet und mir wiederum aufgezeigt, das man im Umgang mit Pferden niemals nach einem Schema arbeiten sollte. Ich habe an ihn geglaubt, als alle anderen ihn schon längst aufgegeben hatten und habe nun einen wundervollen Partner.
Cabano ist mittlerweile 4 Jahre alt, lässt sich sicher longieren, beherrscht Seitengänge, kennt die Arbeit mit der Doppellonge und geht gerne über Planen und durchs Flatterband. Anreiten werde ich ihn erst nächstes Jahr. Ich habe im wahrsten Sinne des Wortes einen Spätzünder. Für welche Sparte er sich dann genau eignet, wird er mir zeigen. Ob wir Dressur, Distanz oder einfach nur Freizeit reiten werden, wird sich zeigen. Aber eins weiß ich sicher, es gibt kein besseres Pferd als meinen Traber!
Cabano und Nadja
Nachdem es mit einer kurzfristigen Teilnahme dieses Jahr definitv nicht klappt, konnte ich glücklicherweise einen Termin im März 2011 sichern können. Ich bin sehr gespannt und werde dafür schonmal fleißig üben.
Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie Uno auf die Halle reagieren wird. Der Kurs ist zum Glück so in unserer Nähe, dass wir wahrscheinlich sogar hinreiten werden. Dann kombinieren wir den Kurs noch mit einem Tagesausritt.
Wir haben uns den Longenkurs nach Babette Teschem von Wege zum Pferd angefangen. Zuerst wurde Uno aufgrund von Verspannungen von einer Physiotherapeutin durchgeknetet und seine Narbe an der Brust sowie sein alter Muskelabriss wurde mit einem Laser behandelt. Wir bekamen Dehnübungen für die Schulter als Hausaufgaben und ich muss sagen, Uno läuft besser. Er kommt mit seiner Schulter weiter vor und er läuft runder.
Mit diesen Voraussetzungen ging es an den Longenkurs. Wir sind noch beim Führen in Stellung kurz FiS’en und üben etwa 2-3 x pro Woche. Auf vor jedem Reiten nehme ich diese Übung zum Aufwärmen. Wir werden weiter berichten
Heute ging es am Montag ins Roundpen und wir haben Freispringen gemacht. Danach waren wir noch eine kleine Runde spazieren. Das Führen läuft mit Nepomuk ganz gut. Billy ist noch etwas scheu aber es wird. Am Sonntag hat sich Nepomuk entschlossen selbst auf Entdeckungsreise in der Stallgasse zu gehen. Billy fand die Idee nicht so gut und rief lauthals hinterher. Sie sind beide sehr aufgeweckt und unternehmungslustig.
Wir haben uns eigentlich soweit ganz gut eamingelebt. Jeden Tag wird etwas mit uns gemacht. Wir durften bzw mussten im Roundpen Freispringen machen. Auf dem Reitplatz haben wir uns einmal auch schon ausgetobt. Tja liebe Nina, wenn man natürlich unsere Unternehmungslust unterschätzt rennt man einem von uns hinterher. Der Zaun war zwar gespannt, aber Kopf unten durch und der Rest hinterher
Das Heu war übrigens sehr lecker… besser wie in der Box. Wir waren auch viel spazieren und wir haben eine neue Tante… Isabel. Sie ist ganz verrückt nach uns und hilft Nina immer wenn sie Zeit hat.
Wir wurden auch schon versuchsweise als Handpferd mitgenommen. Aber wir beide hielten nicht davon viel. Der eine wollte parout gar nicht mit und der andere hat lieber immer überholt und den Weg abgeschnitten. Naja es bleib bei dem Versuch. Aber wir durften mit Uno zusammen auf die Koppel… aber nur unter Beobachtung. Nina hat uns gerne gesellschaft geleistet. Wir haben Uno gleich gezeigt, das er uns nicht zu arg drangsalieren darf und da wollte er mit uns spielen. Da war er uns doch zwei Nummern zu groß. Wir haben auch schon ordentlich an Fell verloren und sehen etwas dünner aus.
Am Sonntag waren wir auf dem Roundpen und anschließend etwa ne halbe Stunde spazieren. War toll zu fünft. Nina mit uns und Christian ist mit Uno vorne weg. So ist unsere erste Woche schon rum. Mal sehen was noch alles auf uns zu kommt.
Eurer Billy und Nepomuk
Hallo zusammen,
am Samstag, den 13.4.2010 sind wir mit einem großen Hänger in unser neues Zuhause gebracht worden. Vorher haben sich noch alle Mitarbeiter von uns verabschiedet und wir wussten noch gar nicht wie uns geschieht. Es wurde ein Gruppenfoto gemacht und dann ging die Reise los(10 min können ja so lang sein).
Als wir ausstiegen, waren wir in einem Stall mit etwa 10 Boxen. Und mit vielen großen Pferden. Wir haben mit unserer Größe ganz schön Aufsehen erregt. Alle waren nervös, genau wie wir. Dann ging es in die große Box mit Paddock. Wow… das ist für uns riesig. Wir trauten uns am Anfang wegen dem Lamellenvorhang nicht rein, aber Nina hat uns ein paar Lamellen weg gemacht. In der Box fanden wir unser Heu in so komischen Netzen und etwas in einer Heuraufe und in Futterkrippen (ja sogar mit eigenem Namen drauf *stolzprust*) war schon etwas drin.
Unser Nachbar Gipsy war nicht so begeistert von uns. Aber wir haben uns nicht einschüchtern lassen. Schließlich sind wir ja schon über 80 cm groß… Da kann so ein Riese uns doch gar nichts anhaben. Das haben wir ihm auch gleich klar gemacht. Auf der anderen Seite steht Kira. Eine klasse Stute, und diese langen Beine… einfach nur *brummmmeeeellll* schön.
Nina und Christian waren später mit uns noch etwas auf dem Hof unterwegs und sind grasen gegangen. Aber vorher durften wir uns noch auf dem Roundpen austoben. Das war klasse. Wir haben uns mehr wie ausgiebig gewälzt. Teilweise haben wir uns nur einen halben Schritt bewegt und haben uns gleich wieder hingelegt. Wir haben uns bestimmt 10 bis 12 gewälzt und immer wieder abgeschnaubt und haben noch getobt. Unseren größeren Freund Uno haben wir heute kennengelernt. Nina hat uns heute morgen aufs Roundpen und hat die Koppel noch etwas Shetty-sicherer gemacht. Danach sind wir noch auf die Koppel und haben uns etwas ausgetobt und gegrast. Heute nachmittag ging es dann zu fünft spazieren. Nina, Christian, Uno und wir beiden. Es war toll. Danach ging es auf Roundpen mit Uno und wir durften uns noch etwas frei bewegen. Uno war an der Longe und Nepomuk lief einfach hinter Uno her. Billy war etwas ausser Puste und es war ihm nicht so geheuer. Anschließend haben wir noch etwas geclickert und dananch war feierabend.
Liebe Grüße
Billy und Nepomuk

Billy & Nepomuk im Roundpen
Hallo,
ich kümmere mich ehrenamtlich im Tierheim um zwei Mini-Shetties.
Billy ist 8 Jahre und Nepumuk ist 7 Jahre.
Das Wetter macht jeden Trainingsversuch zu nichte. Uno hat mittlerweile schlechte Laune. Nur Paddockbox und Matschkoppel sind ihm zu langweilig. Wir haben etwas Clickertraining gemacht und Fußball gespielt. Aber es ersetzt ihm einfach nicht die Bewegung. Vielleicht haben wir Mittwoch Glück und etwas im Schritt ausreiten gehen.
Man braucht nur mit viel Liebe einer Sache nachzugehen,
so gesellt sich einem das Glück dazu.
Johannes Trojan
Wir konnten das Tauwetter nutzen und konnten nun bei uns zu Hause weiter üben. Das Trainingsprogramm ist gleich geblieben. Trabarbeit mit Tempounterschieden mit dem Schwerpunkt von Losgelassenheit und Takt. Das hat soweit ganz gut geklappt. Ich merkte wirklich wie er beim durchgängigen Traben weicher wurde und am Schluss schön langsam trabte.
Heute ging es wieder in die Halle. Eigentlich wollten wir wieder heimfahren, aber die Wetterverhältnisse waren zu schlecht.
Der Schwerpunkt lag bei der Trabarbeit und Versammlung. Wir haben heute unsere erste ganze Runde ausgesessen. Ich freue mich so. Er kann noch nicht lange joggen und fällt mir dann auseinander. Da heißt es vorwärts traben und wieder von vorne anfangen.
Samstags ging es wieder in den heimatlichen Stall. Jetzt werden wir wieder wetterabhängig sein.